Römisch-Germanisches Zentralmuseum in Mainz


Tastplan im Museum Foto eines Tastplans im Museum


Das Römisch-Germanische Zentralmuseum in Mainz – Museum für Antike Schifffahrt


besucht am 10.02.2017

Das Römisch-Germanische Zentralmuseum möchte sich auf dem Weg zum Museum für alle machen. Es befindet sich in der Neutorstraße 2b. Das Museum gehört zum Leibnitz-Forschungsinstitut für Archäologie. Aktuell werden Finanzmittel zur Unterstützung von Projekten für blinde und sehbehinderte Menschen eingeworben. Unter der Überschrift „Tasten, Wahrnehmen, Verstehen“ soll ein Vermittlungsprogramm konzipiert werden, von dem am Ende alle Besucher profitieren (Flyer).

Empfang
Die Ausstellung ist in einer sehr großen Halle untergebracht. Im Eingangsbereich, rechts neben der Kasse, findet man einen taktilen Übersichtsplan. Der Raum ist in diesem Bereich recht gut ausgeleuchtet, in den hinteren Bereichen weniger.

Taststationen
In der Ausstellung gibt es 3D-gedruckte Modelle von in Mainz gefundenen Römerschiffen sowie von Wrack und Nachbau eines der römischen Schiffe. Hier eignet sich der 3D-Druck gut, auch um das Schiff als Ganzes ertastbar zu machen, denn in der Realität ist es inmitten der Halle so groß, dass es nicht erfasst werden kann.

Texte
Bebilderte Texttafeln in kontrastreicher Schrift (schwarz auf weiß) und Texte in Blindenschrift (herausziehbar, in Schubladen) informieren den Besucher ausführlich.

Zukünftige Vorhaben
Noch nicht alle Themen der Ausstellung und des Museums können von blinden bzw. sehbehinderten Menschen selbstständig erfahren werden. Das betrifft zum Beispiel die Themen Seekrieg, zivile Schifffahrt oder die Erforschung und Konservierung antiker Schiffe.

Zudem soll ein taktiles Leitsystem verlegt werden (Flyer). Aufgrund der Größe, aber auch der Einfachheit des Raumes, ist das eine gute Idee, die es ermöglichen würde, die Ausstellung selbstständig zu erkunden.

In den Rundgang einbezogen werden könnten auch Stationen, die in erster Linie für Kinder gedacht sind, in dem Fall allerdings auch für Erwachsene interessant wären. Es geht einmal um das Mühlespiel und zum anderen um die Knotenwerkstatt.

Mein Fazit
Ein viel versprechender Anfang. Der Weg ist das Ziel und das Museum für Antike Schifffahrt hat sich mit eher großen Projekten auf diesen Weg begeben. Es ist zu wünschen, dass die weiteren Ideen umgesetzt werden können.

Texttafel und 3D-Modell eines Militärschiffs Foto einer Texttafel und des 3D-Modells eines Militärschiffs


3D-Modell eines Militärschiffs mit Brailletext zum Herausziehen Foto des 3D-Modells eines Militärschiffs


Brettspiel mit 6 Steinen Foto eines Brettspiels mit 6 Steinen


Ein Knoten im Museum Foto eines Knotens im Museum


Tastkarte und Brailletext zum Herausziehen Foto einer Tastkarte mit Brailletext zum Herausziehen